Montag, 30. August 2010 - 14:51 Uhr
Starke Turmschiaba
Eine Punktlandung war die Beteiligung der UWE am Blumenkorso zum Erdinger Herbstfest mit einem gemeinsamen Wagen von UWE und Freunde der Stadt Erding. Das liebevoll geschmückte Traktor-Anhänger-Gespann mit der Nummer 70 hatte das Motto Turmschieber, an dem übrigens Jung Erding gescheitert ist. Der Verein - nur ein paar Wagen vor unserem - wollte ebenfalls die Turmschieber zeigen, traute sich dieses Motiv dann aber nicht zu und baute stattdessen ein überdimensionales Füllhorn.
Für den Wagen von UWE/Freunde der Stadt Erding hatten Jürgen Beil und Sepp Hochholzer das Kirchenschiff von St. Johann nachgebaut und professionell bemalen lassen. Als besonderer Gag wurde der Turm - bekannt vom Turmschieberball der "Freunde" - von Martin Neumaier auf Rollen und eine Schiene gestellt, so dass er tatsächlich mit langen Stangen an die Kirche herangeschoben werden konnte. Ein kleines Schauspiel für die vielen tausend Zuschauer.
Ein besonderer Dank an Hans Neumaier für die Organisation von Traktor und Anhänger, Robert Meier für die Hilfe beim Blumenschmuck, Johanna Heindl für die akribische Gesamtorganisation, Martin Neumaier als Ingenieur, Weißwurst-Erwärmer und Traktor-Fahrer sowie alle, die beim Herrichten des Traktors, Binden der Girlanden, Aufstecken der Blumen geholfen oder/und als Zugbegleiter fungiert habern: Ingrid Neumaier, Michael Heindl, Claudia und Jürgen Beil, Michaela und Rainer Mehringer, Elfi Steinbacher, Petra und Karl-Heinz Bauernfeind mit Georg, Franz Lex jun., Erwin Dosch, Florian Eibl, Horst Belling und Giorgio Zolyniak mit Familie. Buchstäblich "aufg'haxlt" hat sich Benny Hoigt, der im Inneren des Turmes diesen immer wieder zurückgeschoben hat.
Ein Dank auch an die Freunde der Stadt Erding, die die Finanzierung des Wagens übernommen haben.
Mittwoch, 4. August 2010 - 18:37 Uhr
Edle Tropfen und nette Gespräche
"Von der Sonne verwöhnt", mit diesem Slogan wirbt Baden für seinen Wein. Dieses Motto stimmt hoffentlich auch für das Badische Weinfest am Samstag/Sonntag, 7./8. August auf dem Alois-Schießl-Platz. Die UWE trifft sich traditionell am Sonntag "umara" 18 Uhr - nicht nur, um den Stadtrat Erwin Dosch moralisch zu unterstützen, der das Fest initiiert und aufgebaut hat und als Weinlieferant die tragende Säule der gemütlichen Veranstaltung ist. Sondern auch, weil man interessante Tröpfchen probieren, leckeres Essen genießen, sogar tanzen und vor allem ausgiebig und unkompliziert ratschen kann. Wer neugierig ist auf die UWE ist selbstverständlich herzlich willkommen.
Mittwoch, 28. Juli 2010 - 10:46 Uhr
"Keine Variante tragbar"
Einen weiteres Kapitel im Katalog der "Grausamkeiten" zum Thema S-Bahn-Ringschluss sah UWE-Stadtrat Josef Hochholzer in der letzten Sitzung vor der Sommerpause aufgeschlagen. Ministerialdirigent Hans Peter Göttler, Leiter der Abteilung Bau im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr, stellte den Sachstand bei der Planung des S-Bahn-Riungschlusses und den Anschluss Erdings an die Regionalbahn vor. Demnach stehen fast 20 Jahre nach Inbetriebnahme des Erdinger Flughafens immer noch maßgebliche Untersuchungen und Entscheidungen zu diesem Projekt aus. So gibt es bis heute keine abgeschlossene Nutzen-Kosten-Analyse, die überhaupt die Grundlage für eine Entscheidung der Förderfähigkeit darstellt. Einige Ausführungen Göttlers standen im krassen Widerspruch zu früheren Aussagen des Ministeriums.
Es sei nicht gelungen, die Verkehrsinfrastruktur in der Erfolgsregion Erding im selben Maße voranzutreiben wie sich die Wirtschaft und somit das Verkehrsaufkommen entwickelt hätten, gestand Göttler ein.
Immerhin ist das Erdinger Vorhaben unter den "vorrangigen Projekten bis 2020" gelistet. Man wolle den Ringschluss "so schnell wie möglich voranbringen. Das ist ein echtes Versprechen", betonte Göttler. Eine Jahreszahl wollte er nicht nennen, in der Diskussion rangen ihm die Stadträte dennoch eine konkretere Aussage ab. Auch bei schnellstmöglicher planerischer baulicher Abwicklung sei eine Fertigstellung frühestens in neun oder zehn Jahren denkbar.
Dabei fehlt aber noch das Wesentliche: Die Zustimmung zur Finanzierung durch Bund und Land. Zunächst müsse das Kosten-Nutzen-Verhältnis eines Ausbaus der Bahnstrecke Mühldorf-Freilassing positiv abgeschlossen werden. Das sei Grundlage einer Förderfähigkeit des Regionalbahn-Anschlusses und damit indirekt auch des S-Bahn-Ringschlusses. Ob sich das Erdinger Schienenprojekt wirtschaftlich darstellen lässt, hänge aber auch vom Ergebnis der Verhandlungen über die benötigten Grundstücke auf dem Fliegerhorstgelände ab. Man müsse wohl "sehr über den Daumen gepeilt" mit 280 bis 320 Euro Gesamtkosten rechnen. "Das ist nur eine Größenordnung. Die Zahlen sind noch im Fluss."
Erhebliche Auswirkungen auf die Kosten wird die Entscheidung über die Trassenvariante für die Einschleifung der eingleisigen, elektrifizierten Regionalbahn - von der Strecke Mühldorf kommend - in Erding haben. Bis vor wenigen Jahren wurde ausschließlich über eine "Nordeinschleifung" von Schwarzhölzl südlich an Ammersdorf vorbei und zuletzt gebündelt mit der Staatsstraße nach Dorfen zu einem neuen Kreuzungsbahnhof auf dem Fliegerhorstgelände gesprochen. Die Krux dabei: Bis auf ein kleines Teilstück am Wasserturm blieben Regionalbahn und S-Bahn oberirdisch, die Alte Römerstraße würde durchtrennt und teilweise umgelenkt, die Stadtgebiete am Kehr und Langengeisling voneinander abgeschnitten. Wollte die Stadt Erding bei der Nordeinschleifung ihre Tunnelwünsche realisiert haben, müsste sie das auf eigene Kosten tun. Göttler sprach hier von 117 Millionen Euro, auf denen die Stadt sitzen bliebe.
Anders bei der alternativen "Südeinschleifung", bei der die Regionalbahn südwestlich von Walpertskirchen die Strecke Mühldorf-Markt Schwaben verlassen und, über Graß und Niederwörth führend, südlich von Aufhausen einschleifen würde. Hier müssten die Schienen vor dem Bahnübergang Haager Straße bis Kehr unter die Erde, teils in einem Trog, teils in einem Tunnel geführt. Allerdings bliebe bei dieser Variante der alte Bahnhof mit zwei Außenbahnsteigen sieben Meter unter Gelände erhalten. Damit würde das Parkplatzproblem jedoch nicht gelöst. Bei der Südvariante müsste die Stadt laut Planung 38 Millionen Euro aufbringen, um eine vor Altenerding beginnende Verlängerung des Tunnels zu finanzieren.
Wird der Bahnhof je nach Trassenwahl auf das Fliegerhorstgelände verlegt, müsste man dort eine Fläche von 130.000 Quadratmetern kaufen. Dabei sei das Problem weniger der Grundstückspreis. Vielmehr müssten Gebäude abgerissen und an anderer Stelle "in selber Qualität" wieder errichtet werden. Bei der Südeinschleifung wären 16.500 Quadratmeter ausreichend.
Für Hochholzer ist "keine der Varianten tragbar", die Nordeinschleifung wegen der fehlenden Tunnel, die Südvariante wegen des ungelösten Parkplatzproblems und der fehlenden Entwicklungsmöglichkeit für den Bahnhof.
Göttler versprach: "Wenn wir zu einer Trassenentscheidung kommen können, werden wir wieder zu Ihnen kommen." Eine wirklich gute Lösung könne nur im Konsens gefunden werden: "Ich weiß, solche Planungen wirken groß und wecken Emotionen. Aber bitte lassen Sie uns das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen verlieren: Eine wirkliche Verbesserung der Situation in der Region."
Mittwoch, 21. Juli 2010 - 14:51 Uhr
Ringschluss und Nordumgehung in einer Sitzung
Zwei bedeutende Verkehrsprojekte stehen bei der letzten Sitzung des Stadtrates vor der Sommerpause auf der Tagesordnung. Zum einen wird der Leiter der Abteilung Verkehr im Staatsministerium erwartet. Er soll über den Planungsstand zum S-Bahn-Ringschluss und Anschluss Erdings an die Regionalbahn berichten. Als zweites wird die Nordumfahrung ein großes Thema sein. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung, in die auch jene Trasse aufgenommen worden ist, die der ehemalige UWE-Stadtrat, Ingenieur Martin Neumaier, entwickelt hat.
Die Sitzung findet am Dienstag, 27. Juli, im Sitzungssaal des Rathauses statt und beginnt um 17.45 Uhr. Die Beratungen sind öffentlich.
Montag, 19. Juli 2010 - 21:12 Uhr
Herrschaftliches Sommerfest
Traditionell und doch ein bisschen anders - so will die UWE dieses Jahr ihr Sommerfest feiern. Die Eintragung ins Vereinsregister ist nur ein guter Grund, am kommenden Sonntag, 25. Juli, einige schöne Stunden miteinander zu verbringen. Für gute Stimmung sorgt schon das Ambiente: Familie von Hammerstein stellt uns erneut ihren wunderschönen Garten im Schloss Aufhausen zur Verfügung. Bei Regen, mit dem wir nicht rechnen, können wir in herrschaftliche Räumlichkeiten Zuflucht suchen. Beginn des Festes ist um 14 Uhr, nach Kaffee und Kuchen lädt die UWE alle, die wollen, zu kleinen sportlichen Spielen ein, damit sich die Gäste für die Brotzeit fit machen und ungezwungen miteinander ins Gespräch kommen können.
Auch Nichtmitglieder sind der UWE herzlich willkommen und eingeladen, mitzufeiern. Allerdings wird um Anmeldung bei Petra Bauernfeind, hpbauernfeind@arcor.de, Tel. 08122/5020, gebeten, damit wir Sie gebührend verköstigen können.
